Gemeinsam gut leben & Positive Psychologie

Gutes Lernen braucht Kinder, die sich wohl, sicher und zugehörig fühlen. Deshalb gehört zu unserem Leitgedanken „Gemeinsam gut leben“ auch die Frage, was Menschen stärkt und ihnen hilft, sich gut zu entwickeln.

Die Positive Psychologie beschäftigt sich wissenschaftlich mit den Bedingungen für Wohlbefinden und gelingendes Leben. Dabei geht es nicht darum, Schwierigkeiten schönzureden oder immer gut gelaunt zu sein. Im Mittelpunkt stehen unter anderem positive Beziehungen, persönliche Stärken, Engagement, Sinn, Erfolgserlebnisse und positive Gefühle – zentrale Bausteine des sogenannten PERMA-Modells.

Unser Kollegium hat sich in einer Fortbildung intensiv mit diesen Grundlagen beschäftigt und befindet sich im Prozess, Wissenschaft und praktische Anwendung im Schulalltag miteinander zu verbinden. Denn auch hier sind Erwachsene Vorbilder: Wenn wir selbst lernen, gut für unser Wohlbefinden zu sorgen, Stärken wahrzunehmen und wertschätzende Beziehungen zu gestalten, können wir diese Haltung glaubwürdig an unsere Kinder weitergeben und ihnen im Alltag vorleben.

Die Positive Psychologie hat nichts mit „Sei einfach fröhlich“ oder „Finde alles gut“ zu tun. Sie bietet vielmehr konkretes Handwerkszeug, um den Blick bewusst auch auf das zu richten, was uns stärkt und guttut.

Unser Gehirn ist evolutionsbedingt besonders aufmerksam für Gefahren, Probleme und negative Erfahrungen. Dieser sogenannte Negativitätsbias war überlebenswichtig – kann im Alltag aber dazu führen, dass Schwieriges schnell mehr Raum bekommt als Schönes. Die Positive Psychologie setzt deshalb auf Übungen wie Dankbarkeitstagebücher und Gewohnheiten, die helfen, stärkende Erfahrungen bewusster wahrzunehmen, zu vertiefen und im Alltag zu verankern.

So entsteht nach und nach ein inneres Polster. Konflikte, Belastungen oder echte Krisen verschwinden dadurch nicht – aber wir können ihnen stabiler, zuversichtlicher und mit mehr eigenen Ressourcen begegnen.


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